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Mittsommer

Am 21.06. ist wieder Mittsommer-Fest (Sommeranfang), welches traditionell in Schweden am Samstag danach gefeiert wird.

Wir haben einige Infos, falls Sie Mittsommer feiern oder einfach mehr darüber wissen möchten.

Mittsommer / Midsommer

Quelle: Wikipedia

Midsommar ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Laut Gesetz aus dem Jahr 1953 wird Midsommar immer an dem Samstag gefeiert, der zwischen dem 20. und dem 26. Juni liegt. Der Freitag davor wird midsommarafton (Mittsommerabend) genannt und der Samstag midsommardag (Mittsommertag). Obwohl der Freitag kein offizieller Feiertag ist, haben die meisten Geschäfte geschlossen und die Bewohner der großen Städte pilgern zu den Feierlichkeiten auf das Land. Am Mittsommertag bleibt die schwedische Flagge oft – entgegen der Empfehlung, sie zu Sonnenuntergang oder spätestens 20:30 Uhr einzuholen – über Nacht gehisst.

Im Gegensatz zu den anderen Ländern der Region, wo das Fest durch die Kirche Johannes dem Täufer gewidmet wurde, hat das schwedische Mittsommerfest keine christliche Überformung erfahren.

Am Mittsommerabend wird ein geschmückter Baumstamm aufgerichtet, der Mittsommerstange (midsommarstång) oder Maistange (majstång) genannt wird. Maj hat hier nichts mit dem Monat Mai zu tun, sondern geht auf das altertümliche Verb maja („mit Blumen schmücken“) zurück. Die Stange sieht in den verschiedenen Regionen des Landes jeweils etwas anders aus, auch einzelne Orte haben oft ihre eigene Tradition. Der Stamm wird mit Blättern und Blumen geschmückt und aufgerichtet, danach wird im Kreis um ihn herumgetanzt, wobei verschiedene Spieltänze üblich sind. Eines dieser Tanzlieder ist Små grodorna: Es handelt von Fröschen und man imitiert beim Tanzen deren Bewegungen.

Zum Fest zieht man sich fein an, die Mädchen und Frauen haben meist weiße oder blumige Kleider an; viele tragen zu dieser besonderen Gelegenheit auch ihre Trachten. Einige binden Kränze aus Blumen oder Birkenzweigen und setzen sie sich oder ihren Kindern auf.

Der Brauch ähnelt in vielem dem deutschen Maibaumaufstellen.

An Mittsommer isst man die ersten Jungkartoffeln. Sie werden zusammen mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse serviert. Viele nehmen während des Essens ein oder mehrere nubbe genannte Gläser Schnaps zu sich und singen ein Trinklied wie das unten stehende, welches davon handelt, den Schnaps entweder auf Ex auszutrinken oder gar keinen zu bekommen. Es wird aber auch öl (Bier) dazu getrunken. Zum Nachtisch gibt es frische schwedische Erdbeeren mit Sahne.

Früher glaubte man, die Natur sei in der Mittsommernacht (der Nacht zwischen Freitag und Samstag) magisch. Elfen würden tanzen und Trolle stünden hinter den Bäumen. Außerdem hieß es, der Morgentau könne kranke Tiere und Menschen heilen. Deshalb sammelte man etwas Tau in einer Flasche. Dieser wurde auch zum Backen benutzt; das Brot und die Brötchen würden davon groß und lecker, so glaubte man. Ähnliches wird auch heute noch im Lithafest praktiziert, welches keinen Bezug zu Schweden hat.

Unverheiratete Mädchen pflücken in der Nacht sieben Sorten wilder Blumen von sieben verschiedenen Wiesen, die sie dann unter ihr Kopfkissen legen. Dann sollen sie der Legende nach von dem träumen, den sie irgendwann einmal heiraten werden. Sie müssen aber beim Pflücken absolut still sein und am nächsten Tag dürfen sie niemandem erzählen, von wem sie geträumt haben, sonst geht der Traum nicht in Erfüllung.

Blumenkranz Mittsommar von annetteborsum Guetersloh

Fotoquelle: floristenwerkstätte a.b. annette borsum, Gütersloh, www.blumenborsum.de

Tipp von dem kompetenten Team der floristenwerkstätte: Für Mittsommer-Blumenkränze bunte Blumen und ggf. grüne Dekorationen nach Wunsch mit einem dünnen Draht oder Band auf einen ausgewählten Haarreif oder Alternativ die ausgewählten Blumen auf einen dünnen, mit Stoff ummantelten Reifen binden. Viel Spaß und eine wundervolle Mittsommer-Nacht!

Die Sommersonnenwende findet 2017 am 21. Juni statt. Zur Sommersonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde die höchste Mittagshöhe bzw. ihren höchsten Stand über dem Horizont. Zu diesem Zeitpunkt herrscht der längste Tag und die kürzeste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn oberhalb des Horizonts liegt.

Das typische Juni-Sommerwetter und die in mittleren Breiten der Nordhalbkugel noch frühlingshafte Wachstumsstimmung in der Natur ist ideal für Freiluftveranstaltungen aller Art. So ist die Sonnenwende ein willkommener Anlass für Feste oder Feiern um diesen Tag herum.

Den Tag der Sommersonnenwende betrachten seit jeher manche Menschen als mystischen Tag - manche begehen ihn mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten. Im Norden Europas, wo in der sommerlichen Jahreszeit die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (man spricht auch von den Weißen Nächten), haben Sonnenwendfeiern - als Mittsommerfest bezeichnet - mehr Bedeutung als zum Beispiel in Südeuropa.

Seit der Christianisierung Europas werden Mittsommerfeste oft mit dem Heiligen des 24. Juni, Johannes dem Täufer, verbunden, der als besonders machtvoller Heiliger galt. Einige der Sonnenwendbräuche, wie die Johannisfeuer, sind nach ihm benannt. Hier liegt das Datum kurz nach der tatsächlichen Sommersonnenwende, da das Datum des Julianischen Kalenders benutzt wurde. (Mit Material von: Wikipedia)

Wo ist Sommersonnenwende?
Nördlicher Wendekreis
Nordhalbkugel

Wann ist Sommersonnenwende?
Mittwoch, 21. Juni 2017
Der Text "Sommersonnenwende" wurde unter www.kleiner-kalender.de gefunden.